Die Feels like heaven-Manuskripte vom 8. bis 14. März 2026
Autor: Stefan Weinert, Trier
Thema: Fasten ist Kurskorrektur
Sonntag, 8. März 2026, ca. 6:26 Uhr + 15:26 Uhr
Wir sind mitten in der Fastenzeit. der Vorbereitungszeit auf Ostern. Aber - was ist das eigentlich: fasten? Die christliche Fastenzeit ist jedenfalls keine Diätkur. Fastenzeit heißt, einen ehrlichen Blick aufs eigene Leben zu werfen; Fastenzeit ist Gelegenheit, Euren Kurs neu zu orientieren an den Koordinaten, die Gottes Wort, die Bibel, die Botschaft Jesu vorschlagen. Dabei auf das eine oder andere zu verzichten, kann Euch helfen, mal beiseitezuschieben, was Euch von diesem Vorhaben ablenkt. Fasten hilft Euch also, Euch aufs Wesentliche zu konzentrieren: auf Gott und den Nächsten. Denn Liebe zu Gott und Liebe, Respekt, Solidarität zu den Mitmenschen - die gehören zusammen, wie Jesus sagt, sind gleich wichtig. Und deshalb kann Fasten auch bedeuten: Häufiger mal Zeit nehmen für ein Gebet; endlich den Krach mit dem Kollegen, der Kollegin beilegen; oder mehr Produkte aus dem fairen Handel kaufen - Stichwort Solidarität. Und das alles dann gerne auch weiter nach der Fastenzeit.
Thema: Im Haus Gottes sind viele Wohnungen
Montag, 9. März 2026, ca. 6:26 Uhr + 15:26 Uhr
Juri Gagarin war der erste Mensch im Weltraum, 1961. Heute wäre Gagarins 92. Geburtstag – doch er ist schon fast 60 Jahre tot. Ob er nach seinem Tod Gott gesehen hat? Damals im Weltall ja nicht. „Ich bin in den Weltraum geflogen, aber Gott habe ich dort nicht gesehen“, soll Gagarin nach seinem Raumflug gesagt haben. Als wäre Gott wirklich der alte Mann mit weißem Bart, der irgendwo oben im Himmel gleich Weltraum thront. Aber - wie ist er denn dann, Gott? Die Bibel bietet Antworten auf diese Frage an. Eine Überzeugung zieht sich dabei wie ein roter Faden durch: Gott liebt die Menschen – vor allem die, denen es dreckig geht, Arme, Ausgebeutete, Kranke, Looser. Und: Im Hause Gottes sind viele Wohnungen, wie Jesus sagt. Bei ihm ist Platz für viele, vielleicht für alle. Wohl auch für die Zweifler wie Juri Gagarin. Und wer ist Gott für Euch? Und glaubt Ihr – er hat auch Platz für Euch?
Thema: Schnäppchen-Fasten: Ggut für Euch und andere
Dienstag, 10. März 2026, ca. 6:26 Uhr + 15:26 Uhr
SonderSchnäppchenPreis! TopAngebot! SuperPrämie! Dröhnt Euch manchmal auch der Kopf von den vielen SuperSchnäppchenAngeboten? Falls Ihr Euer Ding für diese Fastenzeit noch nicht gefunden habt: Wie wär’s denn mit Schnäppchen-Fasten? Klingt vielleicht komisch, hat aber eine Menge damit zu tun, wie Fasten gemeint ist. Denn in der Fastenzeit geht es darum, das eigene Leben in den Blick zu nehmen: Was läuft gut? Was so lala? Was läuft richtig verkehrt? Und das sozusagen aus der Perspektive Gottes, und das bedeutet immer mit Blick auf die Anderen. Und wie ist das bei den Schnäppchen? Irgendjemand muss doch dafür bluten, oder? Kaffeebauern, die ihre Ernte für’n Appel und’n Ei verkaufen müssen. Frauen in China, die an 12-Stunden-Tagen für Hungerlöhne billige T-Shirts zusammennähen. Fasten heißt auch, so die Bibel, die Fesseln des Unrechts zu lösen, für Hungrige zu sorgen. Und das kann eben auch bedeuten, mal nicht auf Schnäppchenjagd zu gehen. Auf welche Schnäppchen könntet Ihr verzichten?
Thema: Unser tägliches Brot gib und heute
Mittwoch, 11. März 2026, ca. 6:26 Uhr + 15:26 Uhr
„Unser tägliches Brot gib’ uns heute.“ Den Satz kennt Ihr? Eine Bitte an Gott ist das. Sie stammt aus dem Vaterunser, dem wichtigsten Gebet der Christinnen und Christen. Das tägliche Brot steht für alles, was lebensnotwendig ist. Brot, etwas zum Essen, ist dabei ganz besonders wichtig. Wenn Brot knapp ist, kann man es teilen, dann reicht es für mehr Leute. Die Bibel erzählt davon in der Geschichte von den fünf Broten und zwei Fischen, die für viele Leute reichen – eben weil sie geteilt werden. Brot zu teilen - dieser Gedanke steckt auch hinter der Aktion „Solibrot“ des katholischen Hilfswerks Misereor jetzt in der Fastenzeit. Manche Bäckereien bieten Solibrot an; ein Teil des Verkaufspreises geht dann an Misereor-Projekte, zum Beispiel für Berufsausbildung für junge Leute in Kamerun. Ihr habt alles, was Ihr zum Leben braucht? Gut so! Dann überlegt doch mal, wie Ihr mithelfen könnt, dass auch andere ihr „tägliches Brot“ haben. Ideen, wem und wie Ihr helfen könnt, gibt’s beim Hilfswerk Misereor – im Netz auf misereor de.
Thema: Gott gibt’s ohne Eintrittskarte und Mitgliedsbeitrag
Donnerstag, 12. März 2026, ca. 6:26 Uhr + 15:26 Uhr
Wenn Ihr mal in eine Kirche geht – wollt Ihr dann am Eingang erst eine Eintrittskarte kaufen müssen? Ab dem Sommer müsst Ihr im Kölner Dom für bestimmte Bereiche Eintritt bezahlen. Weil es halt unheimlich teuer ist, diese Riesen-Kirche zu unterhalten. Aber wenn Ihr beten wollt; oder einfach nur Ruhe und Stille sucht – das geht auch im Kölner Dom nach wie vor gratis. Denn Gott gibt’s grundsätzlich zum Nulltarif. Kirchensteuer? Nee, das ist eine andere Geschichte. Gott ist kostenlos für Euch da, ohne Eintrittskarte, ohne Mitgliedsbeitrag. Und das 24/7. Ob Ihr alleine zu ihm kommen wollt; ob Ihr zusammen mit anderen einen Gottesdienst feiert; oder vielleicht zu einer Auto- oder Fahrradsegnung kommt, um Euch Gottes Segen zusprechen zu lassen für alle Eure Wege – alles gratis. Und für ein Gebet müsst Ihr nicht einmal in eine Kirche kommen – beten geht überall und zu jeder Zeit. Gott ist für Euch da, bedingungs- und kostenlos, rund um die Uhr. Könnte dieses Angebot Gottes auch was für Euch sein? Warum? Oder warum eher nicht?
Thema: Misereor-Fastenaktion: Hier fängt Zukunft an
Freitag, 13. März 2026, ca. 6:26 Uhr + 15:26 Uhr
„Hier fängt Zukunft an“ – steht auf den Plakaten von Misereor für die Misereor-Fastenaktion jetzt in der Fastenzeit; Misereor, das katholische Hilfswerk für die Menschen im Globalen Süden. Hier fängt Zukunft an? Auf dem Plakat seht Ihr Silas aus Kamerun vor einem Tisch mit Computer-Platinen. Denn Silas ist Technik-Azubi. Mit einem offenen Lächeln schaut er in die Kamera, freut sich über seine Chance. Denn in Kamerun ist die Arbeitslosigkeit hoch, und für eine berufliche Ausbildung müssen die Jungen richtig viel bezahlen. Deshalb bekommen sie Hilfe von der Caritas in Kamerun, die den Azubis unter die Arme greift, auch finanziell. Die Caritas wiederum bekommt dafür Geld von Misereor. Und so fängt Zukunft an für die junge Generation in Kamerun; und damit auch für das ganze Land – denn Fachkräfte bringen die Wirtschaft nach vorne. Das könnt Ihr Euch alles anschauen im Netz auf misereor de. Die Welt wird immer schlechter, heißt es immer? Kommt drauf an, auch auf Euch. „Hier fängt Zukunft an“ – welche und wessen Zukunft unterstützt Ihr?
Thema: Heiligt der Zweck die Mittel?
Samstag, 14. März 2026, ca. 6:26 Uhr + 15:26 Uhr
Was meint ihr – hatten die USA und Israel das Recht, den Iran zu attackieren? Oder hatten sie kein Recht dazu? Oder so ein bisschen? Denn es gibt im Völkerrecht Regeln für den Krieg: Krieg ist nur erlaubt als Verteidigung gegen einen Angriff. Viele Fachleute finden, dass die USA und Israel deshalb gegen das Völkerrecht verstoßen. Auf der anderen Seite wünschen sich viele Menschen im Iran und Iraner im Exil, dass das Terrorregime der Mullahs endlich ein Ende findet. Der Zweck – also das Ende der Mullah-Herrschaft – heiligt die Mittel – also den Krieg -, heißt es dann. Und hat nicht auch Jesus von Nazareth gesagt, dass Regeln, Gesetze für die Menschen da sind – und dass es darum auch mal notwendig sein kann, gegen Regeln zu verstoßen, wenn das besser ist für die Menschen? Aber – wer entscheidet das? Recht und Gesetz sollen ja verhindern, dass einfach das Recht des Stärkeren gilt. Was meint Ihr – gibt es Situationen, wo der Zweck die Mittel heiligt? Welche wären das für Euch, zum Beispiel?
